Maischumenosch
Wenn sich portugiesische Freunde und Bekannte treffen, wird gerne gefragt, wie's geht. Keiner erwartet daraufhin ein bis ins kleinste Detail ausgefeilten Bericht über physische und psychische Zustände, nur Deutsche meinen immer, das detailliert beantworten zu müssen.
Den portugiesischen Freunden geht's weder überragend gut, noch saumäßig schlecht und deshalb ist die Antwort meist "mais o menos" (Aussprache siehe oben im Titel), was soviel bedeutet wie "mehr oder weniger", die Interpretation der Richtung liegt dann beim Zuhörenden.
Aber, wenn wir als estrangeiros die Frage so beantworten, fangen sie immer alle an zu lachen 🤔
Unerwarteter Besuch am Abend
Der Wetterbericht meldet Unwetter mit Sturm, starkem Regen und orange Alarm.
Das muß auch diese Schlange mitgekriegt haben, denn sie hatte sich auf der Suche nach einem warmen, trockenen Plätzchen schon zu zwei Dritteln unter der Eingangstür durchgedrückt. Vorsichtiges Türöffnen und Bugsieren mit dem langen Besen konnte sie glücklicherweise bewegen, die gegensätzliche Richtung einzuschlagen. Dem Gecko fiel wohl ein Stein vom Herzen, denn er endete nicht als Abendessen der Besucherin.
Die Drogaria - das Paradies für Heimwerker und DIYs
Früher waren Drogerien in Deutschland völlig andere Läden als die heutigen wohlduftenden Glitzerorte mit maximaler Verpackungskonzentration. Hinter den Tresen standen meist - für uns Kinder sehr eindrucksvolle - Herren in weißen Kitteln und man konnte, neben vielen anderen Dingen, alle erdenklichen Chemikalien, persönlich gemixt und abgewogen, kaufen.
Die Drogaria hier hat ein Warensortiment von: Haushaltsgegenständen, Farben, Arbeitsschuhen, Rostumwandler, Wachstücher, Ketten und Seile in individueller Länge, Putzmittel, Gemüse- und Blumensamen, Rattengift, Werkzeuge, Gartengeräte, Haushaltsleitern, Bewässerungssystemen, Mottenkugeln und noch viel mehr.
Außerdem alle vorstellbaren Nägel, Schrauben und Dichtungen in allen Größen, Längen und Durchmessern - und die jeweils auch einzeln! Den Weg zum Baumarkt kann man sich sparen - die Drogaria hat alles und das auch noch zu günstigeren Preisen incl. persönlicher Beratung.
2006 wurde diese Palme als ca. 40 cm hohes Palmenbaby gepflanzt. Etwa 5 Jahre vorher keimte sie aus einem Samen. Jetzt ist 2024 und nach fast 20 Jahren hat ihr Stamm einen eindrucksvollen Umfang und die Palmwedel sind mindestens 4 m lang 😍
Normalerweise wäre der Stamm ca. 2 m höher - ist er auch, das ist aber nicht zu sehen, weil das Gelände zwischenzeitlich als Hochwasserschutz in Terrassen angelegt wurde und man sie einfach mit "eingebaggerte". Hat ihr wohl gefallen, denn sie ist deutlich größer und stärker als die anderen gleichaltrigen Palmen.
Was bedeutet eigentlich "Casa Poupa"? Casa heißt Haus und Poupa ist der portugiesische Name für den Wiedehopf. Ganz ähnlich dem lateinischen Namen Upupa epops. Sein Ruf "huphup huphup" schallt weit durch die Täler und man kann ihn auf Wiesen sehen, wo er nach Insekten pickt Wenn er sich aufregt, stellt er die Federn auf dem Kopf senkrecht hoch. Einige fliegen im Winter nach Afrika, doch die meisten sind das ganze Jahr in der Algarve zu sehen.
In ehemaligen, halbverfallenen Eselstall vom Casa Poupa nistete einmal ein Poupa, deshalb war schnell klar, wie das Haus heißen wird.
Euphorbia candelabrum, kann eine Höhe von bis zu 12 m erreichen und kommt ursprünglich aus Afrika. Steht tatsächlich auf der Roten Liste gefährdeter Arten der IUCN 2021 (International Union for Conservation of Nature).
Ein weit verbreiteter Stein hier ist der Buntschiefer. Er ist sehr eisenhaltig, deshalb hat er wunderschöne rot-braune Färbungen. Allerdings ist er sehr brüchig, bei jedem stärkeren Regen gibt es kleinere und größere Erdbewegungen, Platten fallen die Hänge herunter und zerbrechen. Steine werden zu Sand.
Der Boden ist dann auch sehr matschig - da bleiben beim Durchlaufen die feinen Halbschühchen schon mal stecken. Im trockenen Sommer dann genau das Gegenteil: Der Boden ist hart wie Beton. Sand wird zu Steinen.
Und auf den unbefestigten Straßen zieht man eine Staubfontäne wie beim African Race hinter sich her.
Wenn die Schieferplatten gut befestigt sind, zerbrechen sie nicht mehr. Hier verwendeten wir sie für die Verkleidung des Ofens ... jeder Stein handverlesen. 😉
"Weniger ist mehr" ... dieser dümmliche Designerspruch könnte hier Anwendung finden. Erstaunlich ist, daß dieser Einbauschrank sich in einer Ruine befindet, das Dach der Ruine ist schon lange weg. Die Wände, aus Lehm gebaut, halten seit Jahrzehnten der Witterung stand - strömendem Regen, brennende Sonne, im Winter durchaus auch mal ein Hagelschauer, Wind und Sturm.
Kaum ist die alte Liege aufgestellt, ist sie auch schon belegt. Keine Chance mehr für Zweibeiner ...
Hach diese Enge hier ... der nächste Nachbar nur 780 m entfernt ... ;-)
Große Palmen sind für uns untrennbar mit "Urlaub im Süden" verbunden. Tatsächlich gibt es aber nur eine europäische Palme, die Zwergpalme (Chamaerops humilis), die wächst buschig am Boden
und wird selten höher als 3 m.
Alle anderen wurden importiert, ab ca. 500 v.Chr. von den Phöniziern (da kommt auch der Name Phönixpalme her), von den Mauren im 8. Jahrhundert und später dann von englischen Gartenfreunden.