Algarve - wenn man das hört entstehen im Kopf Bilder von Sandstränden und Palmen, pittoresken Felsformationen und malerischen Fischerbooten. Aber das ist lange noch nicht alles. Das Hinterland bietet eine ganze Menge mehr als nur Meer.
Und davon erzählt The Amazing World of Casa Poupa - Geschichten aus dem Hinterland.
Dich erwarten hier vier Bereiche, steig ein, wo immer du willst:
Gabies Geschichten (diese Startseite) ist eine Art Tagebuch verschiedenster Erlebnisse und Eindrücke in einer Timeline sortiert nach Monaten und nah dran am erlebten Tagesgeschehen.
Wenn du mehr wissen willst: Die Lesegeschichten beschreiben in Kurzgeschichtenform teils sehr skurrile Erlebnisse und die Fotogeschichten zeigen Eindrücke - ohne viel Text - von Natur, Menschen, Tieren und Pflanzen. Alltägliches und Nichtalltägliches sind kleine, zeitunabhängige Notizen ... was mir halt grad so auf- und einfällt.
enjoy reading 🤓
Direktlinks zu neuen Geschichten:
● "Sonnen Power" in den Alltagsgeschichten
● Hier findest du jetzt Gabies Geschichten aus dem Jahr 2024.
coming soon. ;-)
Irgendwie haben wir dieses Mal das "all Abenteuer inclusive"-Paket gebucht ...
Dritter Montag im Monat - wir gehen auf den Wochenmarkt, und da der Kühlschrank ziemlich leer ist, geht's anschließend noch zum Supermarkt.
Dort kommt uns eine lange Autoschlange entgegen, die gerade den Parkplatz verläßt. Nanu, haben die alle gleichzeitig ihren Einkauf beendet? Irgendwie schon ....
An der Eingangstür steht eine Karikatur von Bodyguard und läßt niemanden in den Laden. Wir verstehen nur "geschlossen" ..."auch in Spaniern" und schließen daraus, das der Supermarkt gehackt wurde und die Systeme nicht mehr funktionieren.
Was tun? Diagonal zum Ende des Ortes zum andren großen Supermarkt fahren? Dumme Idee, denn da fahren vermutlich gerade alle hin.
Also zum etwas weiter entfernten Aldi.Unterwegs habe ich die Idee, über Messenger in Deutschland nachzufragen, ob da auch was ist - alles ok.
Wir kommen an, im ganzen Verkaufsraum sind die Lampen aus. Aber die Kassen funktionieren, wir fragen extra nochmal nach. Also starten wir unseren Einkauf und gerade, als wir an der Kasse ankommen, geht nichts mehr. Den Wagen sollen wir grad stehen lassen, sie werden das alles wieder einräumen. Inzwischen wird schon von "Blackout" und "ganz Europa" gesprochen.
Auf dem Rückweg will ich das genauer wissen, gucke über's Smartphone ins Internet - nix geht mehr.
Wir fahren an dunklen Läden vorbei, die Tankstellen sind geschlossen, kaum noch Autos auf der Straße. Ein kleiner Bäckerladen hat auf, dort kriegen wir mit Bargeld noch ein Brot.
Zuhaus geht auch nix, trotz PV-Anlage und Batterie.
Also kommt der 40 Jahre alte Generator zum Einsatz, an den schließen wir den Kühlschrank und den Router an. Dank Satelliten-Internet können wir nun recherchieren, was los ist.
Ganz Portugal und Spanien, sowie Südfrankreich sind ohne Strom. Interessanterweise wird in den deutschen Nachrichten erst viele Stunden später darüber berichtet und der Begriff "Blackout" wird tunlichst vermieden. Denn es kann nicht sein was nicht sein darf ...
Man steht morgens auf, freut sich schon der Dinge, die an diesem Tag auf einen warten, schläppelt ins Bad ... und DA! Da ist wieder so eine dieser Überraschungen, die einen volle Breitseite trifft: Das ganze Bad ist voller geflügelter Ameisen, sie krabbeln auf dem Boden, an den Wänden, alle Richtung Fenster und Licht.
Wo kommen die her? Aus dem Türrahmen. Dort sind einige Löcher.
Es sind Termiten, die sich im Lauf der Zeit komplett durch den Türrahmen gefressen haben, der sichtbare Rahmen ist nur noch eine dünne Fassade, dahinter ist Holzmehl.
Zum Glück ist die Holztür verschont worden, aber der Rahmen muß komplett erneuert werden.
Die Geflügelten waren alles neue Königinnen auf dem Weg in die Welt, um auch die anderen hözernen Bauwerke der Menschen heimzusuchen 😉
Wir haben Heilwasser! Nicht besonders warm, aber voller Mineralien. Kommt so direkt aus dem Wasserhahn.
Was ist passiert? Baumwurzeln haben unsere Zisterne geentert und die Decke ca. 3 cm (in Worten: DREI) hochgestemmt. Da lief dann schlammiges Regenwasser rein.
Die Farbe des Wassers ist ein schönes Terrakotta, aber zum Zähneputzen ist es wohl doch nur bedingt geeignet.
Was ist zu tun?
Erst mal Restwasser (die Zisterne fasst 10.000l) und Schlamm raus, die Spalten zwischen Decke und Wänden von innen ausschäumen (Tag 2), dann innen alles mit Dampfstrahler
reinigen (Tag 3) und nochmal Wasser und Schlamm raus. Dann außen aufgraben (Tag 4 - 6) ... bis ca. 10 cm unterhalb der Wassereintrittsstellen. Dann gucken, von welchen Bäumen
die Wurzeln kommen und diese abschneiden.
Danach kommen die Überlegungen: Graben wieder zu? Drainageschlauch um die Zisterne legen? Graben auffüllen mit Flußkies? Spalten von außen verputzen? Lieber nicht auffüllen, damit man das unter Kontrolle hat?
Vamos ver como fica .... (schaun wir mal, dann seh'n wir schon) 😉
Der monatliche Markt steht an. Nachdem es vor einigen Jahren Aktionen dagegen gab, hat sich im Laufe der letzten Zeit der Fake Market wieder ausgeweitet: Handtaschen der Luxuslabels präsentieren sich nun wieder offen auf den Tischen, Sport-Shirts aller großen Marken sind fein säuberlich nach Markenname und Größen gestapelt. Aber nicht heute!
Ca. 10 Polizisten umringen einen Stand, einige hinter dem weißen Lieferwagen des Händlers, die anderen davor und laden alle Shirts in schwarze Säcke ... Nike, Puma, etc. alle verschwinden in den schwarzen Abgründen ... Das wäre ein tolles Foto geworden, aber selbstverständlich fotografiere ich nicht. Am Eingang des Marktes weitere Polizisten und mehrere große Polizeiwagen. Das ist für einige Händler ein richtig schwarzer Montag ...
... kennt man auch in Portugal. Hier heißt es "dia de mentiras" (Tag der Lügen) und in der Presse steht aller möglicher Quatsch, den die einen lachend abtun und die anderen glauben und sich aufregen ... ganz wie in Deutschland.
Keine Lüge ist: Die letzten Tage war grandioses Wetter, die Sonne war schon so stark, daß sie Sonnenbrände verteilte, aber jetzt wird das Aprilwetter mit Regenschauern und heftigem Wind losgehen. Immer noch an die 30 Bäume zu setzen, u.a. Quercus macrocarpa, bekannt für seine Hitze- und Trockenresistenz. Schau'n wir mal ...
Noch vor dem richtigen Aprilwetter konnten wir alle 55 Bäume setzten, dann wechselten sich zigmal am Tag Sonnenschein mit blauem Himmel und Platschregen ab. Zu nass für Gartenarbeit. Aber da es tags nicht kalt war, hatten wir bald Gefühl, als wären wir am Amazonas.
Es regnet und regnet und regnet ... inzwischen ist soviel Wasser angekommen, daß bei manchen Stauseen bereits gezielt Wasser abgelassen wird.
Jetzt kommt auch noch Wetter Martinho, der kleine Martin, vorbei und bringt stellenweise 200 bis 300 l Regen auf den Quadratmeter mit und an die 150 km/h Windgeschwindigkeit auf dem Foia.
Übrigens, ab welcher Windgeschwindigkeit hebt's einen Menschen aus den Socken? Ich habe mein AI-Helferlein gefragt: Bereits ab 60 km/h, also uffbasse!